SPD-Fraktion fordert Wirtschaftsdezernent zum Handeln auf

„Statt sich zu beklagen, dass er seit Jahren predige, Wiesbaden brauche mehr Gewerbeflächen, muss sich der Dezernent fragen lassen, wie seine Gesamtstrategie zum Wirtschaftsstandort eigentlich aussieht. Seit Jahren hat die CDU das Wirtschaftsressort der Stadt fest in der Hand. Man wundert sich daher, dass Bendel die Verantwortung für den Mangel an Gewerbeflächen allein bei den Stadtverordneten sieht, statt sich zu fragen, was sein Beitrag sein könnte“, sagte die parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Stadtverordnetenfraktion, Sandra Temmen.

Sandra Temmen, parlamentarische Geschäftsführerin

Verwundert zeigt sich die SPD-Stadtverordnetenfraktion über die jüngsten Äußerungen des CDU-Wirtschaftsdezernenten Detlev Bendel zum Wegzug der Firma Netigate aus Wiesbaden.

„Statt sich zu beklagen, dass er seit Jahren predige, Wiesbaden brauche mehr Gewerbeflächen, muss sich der Dezernent fragen lassen, wie seine Gesamtstrategie zum Wirtschaftsstandort eigentlich aussieht. Seit Jahren hat die CDU das Wirtschaftsressort der Stadt fest in der Hand. Man wundert sich daher, dass Bendel die Verantwortung für den Mangel an Gewerbeflächen allein bei den Stadtverordneten sieht, statt sich zu fragen, was sein Beitrag sein könnte“, sagte die parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Stadtverordnetenfraktion, Sandra Temmen.

Zwar berufe sich Bendel auf bereits gefasste Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung, die Umsetzung ließe aber auf sich warten. „In diesem Zusammenhang wollen wir nochmal darauf hinweisen, dass für die Umsetzung von Stadtverordnetenbeschlüssen die Dezernenten zuständig sind“, so Temmen weiter.

Nach Temmens Ansicht sei es an der Zeit, dass die Stadt Wiesbaden eine Gesamtstrategie zum Wirtschaftsstandort Wiesbaden entwickle und nicht länger wie das Kaninchen auf die Schlange starre, um dann Tränen zu verdrücken, wenn Unternehmen abwanderten oder sich gar nicht erst ansiedelten.

„Dabei ist es auch nicht hilfreich, Wohnflächen gegen Gewerbeflächen auszuspielen, weil zu einem guten Standort eben auch bezahlbares Wohnen gehört“, stellt die SPD-Politikerin klar. Gerade auch in den Branchen, in denen in Wiesbaden Fachkräftemangel herrsche, müsse darüber nachgedacht werden, ob es nicht ein Beitrag der Wirtschaftsförderung sein könnte, mit dafür zu sorgen, dass Betriebe sich an der Schaffung bezahlbaren Wohnraums für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligten und die Stadt dabei Hilfestellungen anbieten könne.