SPD fordert Lorenz auf, weitere Aufsichtsmandate ruhen zu lassen

Nadine Ruf fordert: „Keine halben Sachen – es darf nicht der Eindruck entstehen, dass die Sache „ausgesessen“ werden soll!“

Nadine Ruf, Fraktionsvorsitzende Bild: Angelika Aschenbach

„Bis zur Klärung der Vorwürfe muss Bernhard Lorenz auch seine Mandate in den Aufsichtsräten ruhen lassen, die von der WVV und der GWI beherrscht werden, also auch GWW, SEG, WIM Liegenschaftsfonds und WiBau“. Diese klaren Worte findet Nadine Ruf, Fraktionsvorsitzende der SPD-Stadtverordnetenfraktion zu der nicht enden wollenden Berichterstattung zum Fall Lorenz/Schüler. Der Druck auf die Kooperation, aber auch die Stadtpolitik steige in dieser Angelegenheit mittlerweile täglich.

„Ich finde es unredlich, dass hier halbe Sachen gemacht werden. Für meine Fraktion steht fest, dass bis zur abschließenden Klärung jegliche Verbindung von Bernhard Lorenz zu Ralph Schüler in den Aufsichtsräten gekappt werden muss. Und eines steht für mich auch fest: Nicht alles was vielleicht am Ende juristisch erlaubt ist, ist auch moralisch zu rechtfertigen!“

„In Zukunft müssen wir noch genauer hinschauen, wenn es um die Genehmigung von Nebentätigkeiten bei Geschäftsführern geht“, so die Sozialdemokratin. Konkret meint sie damit, dass Schüler neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der städtischen Immobilienholding auch privat Geschäfte in derselben Branche machen darf. „Schon allein der Anschein, dass hier der Einfluss bei städtischen Unternehmen genutzt werden könnte, um private Interessen durchzusetzen darf nicht entstehen“, stellt die SPD-Fraktionsvorsitzende fest.

Auch die neuen Vorwürfe gegen WVV-Geschäftsführer Ralph Schüler, der der Presseberichterstattung zufolge massiv Druck auf seine ehemalige Mitarbeiterin ausüben soll und dafür auch die städtischen Gesellschaften nutzen soll, müsse schnellstens aufgeklärt werden, fordert Ruf. „Eine solche Verquickung von persönlichen Interessen mit dem Einfluss auf städtische Gesellschaften wäre für uns nicht hinnehmbar.“, macht die Fraktionsvorsitzende klar.